Kommunalpolitik mit Links ;-) im Rat Langenhagen

So langsam muss ich mich mal an die Arbeit machen. Ich habe also die Geschäftsordnung der Stadt Langenhagen - mein Handwerkszeug für die nächsten Jahre - mal studiert und bewertet. Der § 12 hat mir so gar nicht gefallen - dort ist für eine die Sitzung unterbrechende Anhörung (beispielsweise für die Einwohner*innen von Langenhagen) eine 3/4 Mehrheit der Ratsmitglieder notwendig. So ist das aber nicht im Sinne des Gesetzgebers und daher gibt es dafür einen Änderungsantrag:

Angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten im CD-Presswerk der Entertainment Distribution Company (EDC) an der Emil-Berliner-Straße fordern die Langenhagener Linken von Bürgermeister Mirko Heuer ein stärkeres Engagement.

Die Nordhannoversche Zeitung hat meine Pressemitteilung aufgegriffen und zu einem Artikel verarbeitet, der hier zu lesen ist.

 

Pressemitteilung vom 1.10.2016: Angesichts der angedrohten Kündigung jeder 2. Stelle bei EDC in Langenhagen fordert das neugewählte Langenhagener Ratsmitglied Felicitas Weck, DIE LINKE, umgehende Konsequenzen von Betriebsleitung und Stadtverwaltung.

Nachdem am Samstag in der Zeitung von dem Stellenabbau im EDC zu lesen war, musste ich mich doch erstmal schlau fragen - mensch muss ja nicht immer alles gleich wissen. Über 250 angedrohte Kündigungen kann ich nicht so unkommentiert im Raum rumstehen lassen und bin der festen Überzeugung, dass dort was getan werden muss, um die betroffenen Mitarbeiter*innen und ihre Familien zu schützen. 

Nun kenne ich die Unternehmenspolitik von EDC nicht - woher auch? Aber dass beispielsweise der Wiedereinstieg ins LP-Geschäft mit mehreren neuen Pressen ein gutes Geschäft hätte werden können, finde ich einen logischen Gedanken. Daher verstehe ich auch nicht, dass EDC dort schnell wieder aussteigen wollte - für mich eine verfehlte Investitionsentscheidung. Letztes Jahr war das noch eine Mitteilung für die Presse wert: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Vinyl-Presswerk-EDC-in-Langenhagen-presst-wieder-Platten

250 Arbeitslose mehr in der Stadt Langenhagen sind auch kein Pappenstiel, auch wenn gute Arbeitskräfte am Markt gerade gesucht werden. Von daher sollte sich unser Bürgermeister Heuer schon dafür entscheiden, sich dort einzumischen und versuchen zu helfen. Beispielsweise mit dem Aufzeigen von möglichen EU-Finanzquellen für innovative Produkte. So stelle ich mir übrigens effektive lokale Wirtschaftsförderung vor. Klug wäre es, wenn in der Verwaltung der Stadt für das Aufspüren dieser Finanzquellen jemand konkret zuständig wäre. Der oder die würde das dafür notwendige Gehalt locker wieder reinspielen.

Am vorläufigen amtlichen Endergebnis lässt sich nicht rütteln: Ich habe im Wahlbereich 4 der Stadt Langenhagen ein kommunalpolitisches Mandat bekommen. Darüber freue ich mich und möchte mich bei den Wähler*innen bedanken! 

Leider ist DIE LINKE. Langenhagen am 2. Mandat vorbeigerauscht - das hat dann nicht so geklappt wie erhofft. Schade! Aber wir sind hier in Langenhagen eine nette Gruppe und werden es machen, wie auf dem Plakat versprochen: Wir machen Politik für Langenhagen - mit links ;-)

Wir freuen uns, dass die Kontaktaufnahme mit der Presse geklappt hat und wir einen Artikel bekommen haben: Linke wollen in den Rat.

Am 11. September sind Kommunalwahlen in Niedersachsen. Ich kandidiere auch in meiner neuen Wahlheimat Langenhagen im Wahlbereich 4 Krähenwinkel. Gerade vor einigen Tagen haben wir ein flottes Wahlplakat gemacht, das dieses Wochenende wohl schon mal aufgehängt werden kann. Der Wahlkampf findet allerdings diesmal ohne mich statt. Ich „drücke mich“ und verbringe meine Zeit im Krankenhaus und in der Reha. Ich gebe zu, schlecht terminiert – die Landesregierung hätte beim Wahltermin ja mal mit mir reden können ;-)) .