DIE LINKE

Unterschiedlich groß, unterschiedlich professionell aber immer spannend: Parteitage der Partei DIE LINKE. Nachdem ich das vorausgegangene Wochenende Teil des Präsidiums des Europaparteitags sein durfte, war dieses Wochenende Landesparteitag in Hannover. Wir haben in der Leonore-Goldschmidt-Schule in Hannover-Mühlenberg getagt. Also nicht wirklich ein Vergleich zu dem Congress-Zentrum in Bonn, aber bis wir in Niedersachsen so weit sind, dass wir uns das CCH leisten können, wird wohl noch so einiges Wasser die Leine runterfließen.

Nur kurz zusammengefaßt, ein neuer Landesvorstand wurde gewählt - hier dazu mehr - und damit ging auch die Amtszeit von Michael Braedt aus Langenhagen zuende, der über 2 Jahre mit viel Engagement ehrenamtlich die Geschäftsstelle geleitet hatte. Ein 40-Stunden-Job ist Urlaub dagegen ;-) . Der Landesvorstand hat sich nicht nur kräftig verjüngt, sondern auch professionalisiert. Endlich wird die Stelle der politischen Geschäftsführung auch monetär gewürdigt.

Das für mich Bewegendste ganz vorn: Ich möchte an dieser Stelle die beeindruckende Rede der in Italien angeklagten Seenotretterin Pia Klemp verlinken.  Als sie vor den Parteitag trat, gerieten die unterschiedlichen Ansichten zum Europawahlprogramm in den Hintergrund. Der Kapitänin der »Juventa« und der »Seawatch3«, der eine mehrjährige Haftstrafe droht, »dafür, dass wir Menschenleben gerettet haben«, schlugen die Sympathien aller Delegierten entgegen. 

Darüber hinaus war der Parteitag in Bonn zur Erstellung des Europawahlprogramms hauptsächlich von Arbeit geprägt. Auch Michael Braedt und ich waren dabei und haben kräftig mitgeholfen, Michael in der Antragskommission, ich im Tagungspräsidium.

Am vergangen Wochenende war Bundespartei in Leipzig. Eineinhalb Tage herrschte die Ruhe vor dem Sturm, bis am Sonntag, nach der Rede von Sahra Wagenknecht, der Streit offen ausbrach. Ich hatte als Mitglied des Präsidiums die Ehre, die Versammlung hin und wieder von oben betrachten zu dürfen.

Ein Parteitag ist kein Ponyhof! Es gibt keine einfachen Antworten zu den Auseinandersetzungen über Migration und die richtige Reaktion auf den Rechtspopulismus. Nun sind ein Teil der Konflikte von Angesicht zu Angesicht ausgesprochen und nicht mehr nur indirekt über die diversen Medien ausgetragen worden. Ob diese – durch die Basis erzwungene Debatte -  nun das „reinigende Gewitter“ war, muss sich erst noch zeigen. Ich als Klärungshelferin weiß: nur durch Klarheit und Wahrheit löst sich der Konflikt, es geht eben nicht nur um Sachfragen, sondern definitiv um mehr. Ob wir in Leipzig wirklich über diese Brücke gegangen sind, bezweifele ich. Die inhaltliche Debatte wird weitergehen, aber allein dadurch wird sich die Auseinandersetzung nicht beilegen lassen. Es geht um Kernfragen linker Politik und damit auch um das Selbstverständnis als Linke*r. …und auch das neue Reizwort „Sammlungsbewegung“ trägt meines Erachtens nicht zur Beruhigung bei.

Mit 4,6 % ist das Ergebnis für meine Partei wirklich nicht berauschend. Auch wenn wir tapfer gekämpft haben und auch 1,5 % hinzugewonnen haben: Es reicht leider nicht für den Landtag Niedersachsen. Also aufstehen, Krönchen richten, weitermachen. Mit guter Kommunalpolitik vor Ort, mit dem Werben um neue Mitglieder und der Einschätzung: Alles wird gut, wenn nicht jetzt, dann eben das nächste Mal.

Das freut mich denn doch: Die niedersächsische Linke legt bei der Bundestagswahl deutlich zu. Mit 6,9% (+1,9%) in Niedersachsen ist DIE LINKE daher gut gerüstet für die Landtagswahl in 3 Wochen. Mit nunmehr 5 Linken Abgeordneten aus Niedersachsen im Bundestag geht die niedersächsische Landesgruppe gestärkt nach Berlin.

… und wir in Langenhagen haben sogar 7 % erreicht, also einen Hauch über dem Landesschnitt, aber doch noch ein bisschen entfernt vom Bundesschnitt von 9.2 %, wir arbeiten dran. Jetzt müssen erst mal die „alten“ Plakate mit Störern versehen oder ausgewechselt werden. Auf mit neuem Schwung in den nächsten Wahlkampf. Diesmal stimmt es so wie noch nie: Nach der Wahl ist vor der Wahl.

Vorgezogene Neuwahlen in Niedersachsen! Nun sind neben der Arbeit für die Bundestagswahl auch noch die Vorbereitungen für die Landtagswahl am 15. Oktober 2017 zu treffen. Ganz schön heftig für uns LINKE, die wir alles ehrenamtlich erledigen.

Aber was soll's, dafür sparen wir uns den Winterwahlkampf im Januar mit kalten Füßen und eisigen Fingern beim Plakateaufhängen und am Infostand. Es gibt eben für alles eine positive Sicht: Danke Elke!

In der Wertung "Welches Team legt die meisten Radkilometer pro Teilnehmer*in zurück, haben wir als DIE LINKE in Langenhagen die Nase ganz weit vorn. Gestern war der letzte Tag im Stadtradeln - und wir sind auf Platz 1 *freu*. (Nachtrag: ... und dann haben noch Teilnehmer*innen km nachgetragen und der 1. Platz ist in einen 2. Platz übergegangen)

Wie schon im letzten Jahr nimmt die Stadt Langenhagen und die Region Hannover am Stadtradeln teil und wie schon im letzten Jahr möchten wir gern im Team DIE LINKE Langenhagen wieder zeigen, dass wir viel Rad fahren und damit das Klima schützen. Letztes Mal waren wir im Bereich km/Person locker vor den Grünen und anderen Teams aus Langenhagen. Die Stadt Langenhagen radelt in der Zeit vom 28. Mai bis 17. Juni 2017.

Wer immer dieses hier liest, in Langenhagen wohnt oder arbeitet und mit uns sympathisiert ;-)  darf sich gern in unser Team eintragen: https://www.stadtradeln.de/

Dieses Mal radele ich als Kommunalpolitikerin auch für den Rat Langenhagen - ich hoffe, ich blamiere uns nicht ;-))

Es war mal wieder Parteitag. Und anstatt draußen die ersten warmen Frühlingstage zu genießen habe ich mich in der IGS Osnabrück-Schinkel rumgetrieben und einen großen Teil des Wochenendes am Präsidiumstisch verbracht. Ich mache nach wie vor gern Parteitagsleitung - daher konnte ich mal wieder nicht "Nein" sagen.

Nach Konstituierung des Parteitages wurde erstmal der Leitantrag des Landesvorstandes verabschiedet und im Anschluss daran ein neuer Landesvorstand gewählt. Die Linke in Langenhagen hat daran einen guten Anteil. Michael Braedt, der mich in der Kommunalpolitik für Langenhagen kompetent begleitet, ist als  Landesgeschäftsführer gewählt worden. In der Linken Niedersachsen ist das ein Job, der mit viel Arbeit - rein ehrenamtlich - verbunden ist. Da Michael Ende April aus dem Erwerbsleben in den (Un)Ruhestand wechselt, ist also genug Zeit dafür übrig.

Gefreut habe ich mich, dass heute die haz Langenhagen titelte: Linke startet mit Braedt in Wahlkämpfe. Ein bisschen lächeln musste ich, dass der Volontär, der diesen Artikel vermutlich geschrieben hat, sich mit der Struktur von Landesvorständen in Parteien wohl noch nicht so auskennt und schrieb: "Der Linken-Politiker ist ... zu einem von drei ehrenamtlichen Landesgeschäftsführern gewählt worden." Wir hatten in der Pressemitteilung geschrieben: "Er bildet ein Führungstrio zusammen mit der weiblichen Doppelspitze der bisherigen Landesvorsitzenden Anja Stoeck aus Winsen/Luhe sowie der Bundestagsabgeordnete Pia Zimmermann aus Wolfsburg." ... wenn mensch es nicht weiß, dann ist das schon missverständlich - also lerne ich auch daraus...

Ich war als Delegierte der BAG Kommunalpolitik auf dem Parteitag in Magdeburg. ...und der NDR war auch da - wir haben uns getroffen. Das habe ich zwar erst einige Tage später mitbekommen, aber dann hatte ich Spaß: "Linke - Der Song zur Partei" kann hier gehört und gesehen werden. ... und ich bin doch ganz froh, dass ich eine LINKE bin! Im Gegensatz zum Parteitag im Jahr davor hatte Kommunalpolitik  (siehe meine Rede dort) nicht wirklich viel Raum dort, ich damit nicht so viel zu tun und habe eigentlich viel zugehört, Vorlagen gelesen und mich tapfer dem Abstimmungsmarathon hingegeben.

Ich bin mal wieder unterwegs. Dieses Mal bin ich mit Conny, Vita und anderen auf Kommunaltour durch Schleswig-Holstein. Und obwohl ich dachte, ich sei durch den Winterwahlkampf in Niedersachsen schon gestählt – weit gefehlt. Temperaturen um den Gefrierpunkt vereint mit Nord-Ost-Wind, den ich als Hannoveranerin doch glatt als Sturm bezeichnen würde, machen uns die Standarbeit schwer, gefühlte minus 20 Grad. Trotzdem haben wir am heutigen Frauentag fleißig Schoki und Frauentagspostkarten unter die Frauen gebracht. Manchmal war es allerdings schwierig, welche zu finden, so richtig rege war der Publikumsverkehr weder in der Innenstadt von Heide noch von Kiel.