Persönliches

Die Sachen sind zusammengesucht und gleich fahre ich los, das Wohnmobil holen. Erst mal noch schnell bei meiner Tochter und den Zwillingen vorbeisehen und danach dampfen wir ab in Richtung Italien. Pompeii, Herculaneum und viele andere "alte Steine" stehen auf dem Programm. Am 25.7. sind wir wieder im Lande - bis dahin wird auch hier wohl nichts Neues eingestellt.

Als ich heute früh so durch den Hannoverschen Stadtwald joggte, Vogelzwitschern im Ohr, die Luft noch lauwarm vor der zu erwartenden Hitze, ging es mir durch den Kopf: Wenn das mit der Bürgermeisterin auf Helgoland was wird, dann finden diese Waldläufe, die mir so am Herzen liegen wohl nur noch selten statt. Wobei ich gewiss nicht das Laufen aufgebe, das geht ja auf Helgoland genauso - immer Fuß vor Fuß -, aber der weiche federnde Waldboden auf den schmalen Pfaden wird mir bestimmt fehlen.

Da ich aber zum Typ „Glas-halb-voll“ gehöre, ist mir dann eingefallen, dass ich als Ausgleich dafür im weichen Salzwasser meine Bahnen ziehen kann. Das kann ich als Ausgleich für weichen Waldboden durchaus gelten lassen. Es ist und bleibt also alles gut!

Gestern war ich mal wieder als Workshop-Leiterin unterwegs. In der schönen Tagungsstätte Bredbeck im Kreis Osterholz-Scharnbeck ging es um das Thema Kommunalpolitik – was wohl auch sonst Zwinkernd. Den Workshop mit dem provokanten Titel „Ist Kommunalpolitik mehr als das Absenken von Bordsteinkanten?“ habe ich nun schon einige Male an unterschiedlichen Orten mit den unterschiedlichsten Menschen durchgeführt und freue mich immer wieder auf’s Neue über die tollen Arbeitsergebnisse, die sich aus den Gruppenarbeiten ergeben.

Heute war es ganz privat. Meine Tochter kam mit den Zwillingen zu Besuch. Seit ich sie vor gerade 2 Wochen das letzte Mal gesehen habe, hat sich schon wieder so viel in ihrer Entwicklung getan. Ich mag sie gar nicht wieder weglassen.

Da hat mich ein Helgoländer vor einiger Zeit gefragt: „Wie hältst du es eigentlich mit der Kirche?“ Nachdem ich darüber ein Weilchen nachgedacht habe, bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass es gut wäre, hier mal was darüber zu schreiben.

Jetzt war es mehr als eine Woche hier recht still. Ich gelobe Besserung! Zu meiner Entschuldigung kann ich eigentlich nur anführen, dass ich neben der üblichen kommunalpolitischen Arbeit gerade mit unseren Steuererklärungen beschäftigt bin, die ja nun mehr als fällig sind – den Großteil des letzten Wochenendes habe ich dann auch mit einem Steuererklärungsprogramm vor dem PC verbracht. Es gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber „wat mut, dat mut“. Ganz fertig bin ich immer noch nicht, aber dieses Wochenende ist so schönes Wetter draußen und direkt um die Ecke findet wie jedes Jahr um diese Zeit das „Lister-Meilen-Fest“ statt.

Gestern Abend waren wir bei der „Band von Weihnachten“, das ist die hannöversche Kult-Band: schräge, laute „Neue deutsche Welle“ aus den 80er Jahren. Und als sie „Westerland“ von den Ärzten anstimmten, sangen wir fröhlich mit:

„Oh, ich hab solche Sehnsucht.
Ich verliere den Verstand.
Ich will wieder an die Nordsee.
Ich will zurück nach Helgoland.“

Bis in den Herbst 2007 bin ich regelmäßig durch unseren Stadtwald gejoggt. Leider habe ich mir auf einem Lauf den Knöchel gebrochen, als ich in eine durch Laub bedeckte Kuhle trat. Danach bin ich nie wieder richtig in Gang gekommen. Einige Versuche hat es zwar gegeben, aber meine innere Schweinehündin, dieses böse Tier,  hat doch immer wieder gewonnen. Nun habe ich ein ernstes Wort mit ihr geredet und ihr zusätzlich vorgeschwärmt, wie toll es im frühlingshaften Wald riecht, wie melodisch die Vögel zwitschern und wie viel Spaß es insgesamt macht.

Diesmal hat sie mir geglaubt und so sind wir nun schon das 2. Mal unterwegs und siehe, ich hatte recht: Der Bärlauch schmeichelt seine Knobidüfte durch die Luft, die Vögel machen tatsächlich einen unglaublichen Radau, meine Lunge auch, aber es war so toll, dass ich überzeugt bin, dass meine Schweinehündin auch Spaß hatte. Vielleicht hat sie ja einen netten Kumpel unterwegs getroffen? Ich kann sie das nächste Mal bestimmt wieder überreden, mich laufen zu lassen. Für dieses Mal hätte mein Trainingszustand allerdings noch nicht für den Marathon auf Helgoland gereicht. Zwinkernd

Malte und Lenja sind heute zur Welt gekommen. Ich kann es noch gar nicht so richtig fassen und bin als Erstes erst einmal unheimlich erleichtert, dass es meiner Tochter und den beiden Babies gut geht. Das Muttertier in mir hat sehr gebangt und meine Freude ist nun grenzenlos!

Und wir warten immer noch. Meine Tochter berichtete mir, dass eine Ärztin darüber nachgedacht habe, die Geburt einzuleiten. Eine Hebamme sagte daraufhin: "Wenn sie eine reife Birne haben wollen, dann gehen sie doch auch nicht mit dem Föhn zum Birnbaum, sondern warten einfach ab bis die Birne reif ist." Also warten wir darauf, dass sich die Babies von selbst auf den Weg machen - und das ist gut so.

Gestern Abend rief meine Tochter an: „Ich glaube jetzt geht es los, der Doc hat gesagt, ich könnte schon mal meinen Mann anrufen…“. Seitdem warten wir. Gegen 23.10 kam die Entwarnung per SMS: „Die Wehen werden wieder schwächer, wir machen morgen weiter.“ Dass mir das die Nacht keinen ruhigen Schlaf beschert hat, wird sich die Eine oder der Andere denken können. Also ist Geduld angesagt, eine Tugend, an der ich noch arbeiten muss.

Heute kam die Mail mit der pdf.Version meines Artikels in WATERKANT. Doch bevor ich diesen Artikel hier veröffentliche, möchte ich gern einen Werbeblock für das Magazin WATREKANT fahren, die nun im 25. Jahrgang fachlich hochwertige Artikel in ihrer ¼ jährlich erscheinenden Zeitschrift veröffentlichen.

Heute habe ich frei! Eine gute Gelegenheit zum Einen endlich das versprochene Weihnachtsgeschenk - einen Kinderwagen - für meine Tochter aus Braunschweig abzuholen und zu ihr zu bringen. Zum Anderen wollte ich ihr ein bisschen beim Nestbau helfen, Fensterputzen ist mit Zwillingen im Bauch nun wirklich nicht mehr angesagt. Gute 6 Wochen ist es noch bis zum errechneten Geburtstermin, doch Zwillinge haben es ja immer ein bisschen eiliger. Daher ist es schon gut zu verstehen, dass sie jetzt langsam alles fertig haben möchte, damit sich nach der Geburt alles nur noch um Lenja und Malte drehen kann.

... und bei "Nestbau" fällt mir die Vogelwarte Helgoland ein: Herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag!