Helgoland und meine Kandidatur zur Bürgermeisterin im Jahr 2010

Liebe Helgoländerinnen und Helgoländer,

bei den Stichwahlen zum Amt der Bürgermeisterin/des Bürgermeisters am 26. September 2010 habe ich 47,8 % der Stimmen erhalten. Das ist ein sensationelles Ergebnis, auch wenn es für das Amt selbst leider nicht gereicht hat. Mein ganz besonderer Dank geht ans Oberland. Dort haben Sie mich mit mehr als 50 % der Stimmen gewählt.

Ich danke Ihnen sehr für das Vertrauen, was Sie mir mit Ihrer Stimme entgegengebracht haben.

Mit vielen Grüßen

Ihre Felicitas Weck

 

Auch letztes Jahr um diese Zeit waren wir gerade mit den Vorbereitungen zu unserem – jetzt schon ein bisschen traditionellen – Wedekindstraßensilvesterdoppelkopfturnier beschäftigt. Dieses Jahr sind wir mit den Vorbereitungen schon fast fertig, nur die Suppe will noch gekocht werden. Daher habe ich jetzt ein bisschen Zeit für Jahresendgedanken.



Wieder ein Jahr rum. Blick nach vorn: Sowohl mein Gefühl als auch das Jahreshoroskop einer Fernsehzeitung sagen mir ein aufregendes 2010 voraus: „2010 – ein Jahr, das viel von Ihnen fordert, aber auch eines, das für Sie viel zu bieten hat.“

Insbesondere in den ersten Monaten des Jahres 2010 werde ich konzeptionell arbeiten, die BürgerInnen von Helgoland sollen nicht „die Katze im Sack wählen“, sondern wissen, woran sie mit mir sind. Meine bisherigen Besuche haben mir schon eine Menge Anregungen gegeben, aber als Besucherin erhalte ich nur Einblick in kleine Ausschnitte. Daher ist es mir sehr wichtig, vor allem immer wieder mit den BewohnerInnen von Helgoland ins Gespräch zu kommen und zuzuhören. 
… und ab Mitte des Jahres werde ich mir für die Insel besonders viel Zeit nehmen, mit Blick auf den voraussichtlichen Wahltermin: 5. September 2010.

Aber Jahresendgedanken sind ja auch immer rückwärts: 2009 war ein arbeitsreiches Jahr, die Bundestagswahlen, einige Landtagswahlen und diverse Kommunalwahlen standen vor der Tür. Für jemanden wie mich, die ich in bundespolitischen Zusammenhängen arbeite, war damit klar:  Da geht es rund. Aber das Jahr hatte gleich am Anfang weitere Überraschungen für mich auf Lager. Bereits im Januar wurde ich von der Kommunalakademie der Rosa-Luxemburg-Stiftung angesprochen, ob ich nicht den Auftaktband für die Reihe Crashkurs Kommune schreiben wolle und gerade bei einem ersten Vorbereitungsgespräch dazu kam ein Anruf aus Helgoland: „Könntest Du Dir vorstellen, als Bürgermeisterin auf Helgoland zu kandidieren?“ Damit hatte ich dann erst mal genug Gedankenfutter. 

Der schönste Moment des Jahres 2009 war der Moment, als mir meine Tochter erzählte, dass sie schwanger ist. Und das ist dann auch mein Wunsch an das Jahr 2010, dass die Zwillinge Lenja und Malte gesund und wohlbehalten das Licht der Welt erblicken.