Helgoland und meine Kandidatur zur Bürgermeisterin im Jahr 2010

Liebe Helgoländerinnen und Helgoländer,

bei den Stichwahlen zum Amt der Bürgermeisterin/des Bürgermeisters am 26. September 2010 habe ich 47,8 % der Stimmen erhalten. Das ist ein sensationelles Ergebnis, auch wenn es für das Amt selbst leider nicht gereicht hat. Mein ganz besonderer Dank geht ans Oberland. Dort haben Sie mich mit mehr als 50 % der Stimmen gewählt.

Ich danke Ihnen sehr für das Vertrauen, was Sie mir mit Ihrer Stimme entgegengebracht haben.

Mit vielen Grüßen

Ihre Felicitas Weck

 

Heute Vormittag war ich zu Besuch in der Vogelwarte – und habe gleich gelernt, dass die Vogelwarte jetzt schon 100 Jahre alt ist. Der Leiter des Instituts für Vogelforschung, Dr. Ommo Hüppop, nahm sich für mich mehr als 2 Stunden Zeit, um mir die alte und neue Geschichte der Helgoländer Vogelwarte nahe zu bringen. Ganz herzlichen Dank dafür! Mehr als 800.000 Vögel wurden inzwischen in der Vogelwarte Helgoland beringt.

So ganz nebenbei habe ich dabei auch gelernt, dass die Helgoländer Vogelwarte dem Land Niedersachsen gehört, was ich als „Noch-Hannoveranerin“ auch interessant fand. Vogel- und Klimaschutz gehören zusammen, beide Fachgebiete liefern sich gegenseitig bedingende Erkenntnisse – wenn auch nicht immer auf den ersten Blick. So lassen sich aus den Veränderungen der jährlichen Vogelzüge wichtige Hinweise auf den Klimawandel ableiten. Wie die Biologische Anstalt für Polar und Meeresforschung ist auch das Institut für Vogelforschung ein Pfund, mit dem Helgoland glänzen kann.
Im Anschluss daran konnte ich dann endlich meine Tochter vom Südhafen abholen, die gestern in Bremerhaven gestrandet war, weil wegen des Schneefalls kein Flieger mehr starten konnte. 
Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Helgoländer Linken haben wir dann das Museum besucht und dort einen Scheck des Kreisverbandes DIE LINKE. Helgoland überreicht, eine Spende für die Stolpersteine, die im April verlegt werden sollen. Die Stolpersteine erinnern an die Helgoländer Opfer des Nationalsozialistischen Regimes. In diesem Zusammenhang berichtete der Leiter des Museums Jürgen Geuther von den Anbauplänen für ein Haus des Erinnerns und einem an das Museum angeschlossenen Cafes, das auch für die BesucherInnen des Mare Frisicum Spa gut zu nutzen wäre. Schön wäre es, wenn die vom Rat der Gemeinde Helgoland beschlossene Erweiterung des Museums endlich von der Verwaltung in die Tat umgesetzt würde. Die jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit der Museumsleute kommt nicht nur den jährlich über 10.000 BesucherInnen zugute, sondern ist auch ein weiteres Schmuckstück der Insel. Dieses gilt es zu unterstützen.