Helgoland und meine Kandidatur zur Bürgermeisterin im Jahr 2010

Liebe Helgoländerinnen und Helgoländer,

bei den Stichwahlen zum Amt der Bürgermeisterin/des Bürgermeisters am 26. September 2010 habe ich 47,8 % der Stimmen erhalten. Das ist ein sensationelles Ergebnis, auch wenn es für das Amt selbst leider nicht gereicht hat. Mein ganz besonderer Dank geht ans Oberland. Dort haben Sie mich mit mehr als 50 % der Stimmen gewählt.

Ich danke Ihnen sehr für das Vertrauen, was Sie mir mit Ihrer Stimme entgegengebracht haben.

Mit vielen Grüßen

Ihre Felicitas Weck

 

Heute Nachmittag fand ich das hier veröffentlichte Bild in meiner Mailbox. Es zeigt nach meinen Informationen das Wohnzimmerfenster des frisch gewählten Bürgermeisters von Helgoland. Ich habe schon in meinem Blog von heute morgen vorsichtig erwähnt, dass der Wahlkampf von Herrn Singer nicht besonders fair geführt wurde. Dieses Nachtreten per handgebastelter Schaufenster-Deko auf eine (sehr knapp unterlegene) Gegnerin ist nur ein weiteres Beispiel dafür, dass Herr Knapp-gewählt-Bürgermeister Singer anscheinend keine gute Kinderstube hatte.

Anstatt darüber nachzudenken, wie er die 47,7 % der Wählerinnen und Wähler nun für eine gute Politik in der Gemeinde Helgoland wieder ins Boot bekommt, klopft er noch mal drauf. Im Hamburger Abendblatt von heute wird er noch unter dem Titel „Ernüchterung nach der Wahl“ zitiert: >„Rathaus und die Fraktionen müssten ihre Lehren aus der Wahl ziehen, er werde jedenfalls niemanden "links liegen lassen", sagte er bedeutungsvoll.< Schon ein Beispiel für „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“?

Für diejenigen, die das Foto schlecht erkennen können, hier eine kurze Beschreibung: Auf einer Wäscheleine aufgehängte bunte Socken und die Logos von SPD, CDU, FDP und IHM. Auf dem Fensterbrett in Weck-Gläsern und auf einem Kehrblech sind rote Socken zu finden. Daneben ein Schild mit dem Aufdruck: 4 Fraktionen & Jörg Singer – Gute Wahl für die Insel – ein schöner Tag. Vielleicht ein Hinweis am Rande: Das Fenster könnte auch mal wieder geputzt werden, da wäre die Zeit konstruktiver verbracht worden, als mit dem Basteln einer schlechten Deko.