Helgoland und meine Kandidatur zur Bürgermeisterin im Jahr 2010

Liebe Helgoländerinnen und Helgoländer,

bei den Stichwahlen zum Amt der Bürgermeisterin/des Bürgermeisters am 26. September 2010 habe ich 47,8 % der Stimmen erhalten. Das ist ein sensationelles Ergebnis, auch wenn es für das Amt selbst leider nicht gereicht hat. Mein ganz besonderer Dank geht ans Oberland. Dort haben Sie mich mit mehr als 50 % der Stimmen gewählt.

Ich danke Ihnen sehr für das Vertrauen, was Sie mir mit Ihrer Stimme entgegengebracht haben.

Mit vielen Grüßen

Ihre Felicitas Weck

 

Ein heftiger Schauer pladdert auf das Dachgaubenfenster, unter dem mein Laptop steht. Und damit bin ich auch schon beim Thema „Denkmalschutz“, denn von diesem sind Dachgauben nicht gern gesehen. Ein Problem, das die helgoländischen Gemüter bewegt. An dem Haus in dem ich zurzeit wohne steht: „Ich bin gegen zuviel Denkmalschutz“.  Ich glaube, dass ist genau die richtige Einstellung. Zuviel Denkmalschutz ist nicht gut, zuwenig aber auch nicht.  

Was ist nun zuviel oder zuwenig? An dieser Stelle gehen die Meinungen noch weit auseinander. Also müssen wir nach dem Königsweg suchen, genug für die Menschen die hier leben, genug für den Klimaschutz und auch genug für den Denkmalschutz. Denn der siedlungsbauliche Neufang nach der kompletten Zerstörung am Ende des 2. Weltkrieges im April 1945 sowie durch die Sprengungen des Jahres 1947 - dem so genannte „Big-Bang“ - muss erkennbar bleiben. Helfen können da nur intensive Gespräche und Verhandlungen mit der Denkmalschutzbehörde des Landkreises Pinneberg.
Und noch ein Nachtrag zum gestrigen „Kurtaxentext“, der mir heute in einem Gespräch auf der Treppe nahe gebracht wurde: Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Kurtaxe ganz abzuschaffen. Es gibt noch andere Mittel, die notwendigen Einnahmen für die touristische Infrastruktur auf die Gäste umzulegen. Wenn dann noch die Tagesgäste einbezogen werden, reduziert sich der tägliche Beitrag pro Gast voraussichtlich auf unter einen Euro, außerdem spart es Verwaltungskosten und Nerven. Auch einbe solche Lösung muss geprüft werden.