Helgoland und meine Kandidatur zur Bürgermeisterin im Jahr 2010

Liebe Helgoländerinnen und Helgoländer,

bei den Stichwahlen zum Amt der Bürgermeisterin/des Bürgermeisters am 26. September 2010 habe ich 47,8 % der Stimmen erhalten. Das ist ein sensationelles Ergebnis, auch wenn es für das Amt selbst leider nicht gereicht hat. Mein ganz besonderer Dank geht ans Oberland. Dort haben Sie mich mit mehr als 50 % der Stimmen gewählt.

Ich danke Ihnen sehr für das Vertrauen, was Sie mir mit Ihrer Stimme entgegengebracht haben.

Mit vielen Grüßen

Ihre Felicitas Weck

 

In den letzten Tagen haben sich die Ereignisse überschlagen. Ich bedauere den plötzlichen Rückzug von Bürgermeister Botter von seiner Kandidatur für die nächste Wahlperiode, respektiere aber gleichzeitig die von ihm angeführten Gründe. Gesundheit geht vor!

Meine Kandidatur für das BürgermeisterInnenamt habe ich schon lange öffentlich gemacht, daran ändert auch die jetzige Situation nichts. Daher habe ich heute alle Fraktionen der Gemeindevertretung Helgolands angeschrieben, um ihnen meine Vorstellung vom BürgermeisterInnenamt im Gespräch persönlich erläutern zu können. 
Detlev Rickmers hat nun heute gegenüber dpa eine Diskussion losgetreten, ob es die HelgoländerInnen wert sind, auch in Zukunft von einer demokratisch gewählten hauptamtlichen Kraft vertreten zu werden. Ich finde eindeutig ja und habe mit meiner Kandidatur darauf schon eine eindeutige Antwort gegeben.

Das lässt sich auch inhaltlich leicht begründen: Nach den Wiederaufbauleistungen auf Helgoland ab 1952 wird der jetzt geplante grundlegende Infrastrukturaufbau einschließlich des Off-Shore-Projektes ein wesentlicher Meilenstein in der weiteren Entwicklung der Insel sein. Dieses wird ein „Feierabendbürgermeister“ nicht leisten können - oder sollen so zukünftig vielleicht die wesentlichen Entscheidungen für die bisher selbstständige Gemeinde Helgoland in der Gemeinde von Westerhorn, Brande-Hörnerkirchen oder Klein Offenseth Sparrieshoap am Rande mitbestimmt werden? Das kann nicht im Interesse der Insel sein. Ich mir sicher, dass die meisten Helgoländerinnen und Helgoländer das ähnlich sehen.