Bis in den Herbst 2007 bin ich regelmäßig durch unseren Stadtwald gejoggt. Leider habe ich mir auf einem Lauf den Knöchel gebrochen, als ich in eine durch Laub bedeckte Kuhle trat. Danach bin ich nie wieder richtig in Gang gekommen. Einige Versuche hat es zwar gegeben, aber meine innere Schweinehündin, dieses böse Tier,  hat doch immer wieder gewonnen. Nun habe ich ein ernstes Wort mit ihr geredet und ihr zusätzlich vorgeschwärmt, wie toll es im frühlingshaften Wald riecht, wie melodisch die Vögel zwitschern und wie viel Spaß es insgesamt macht.

Diesmal hat sie mir geglaubt und so sind wir nun schon das 2. Mal unterwegs und siehe, ich hatte recht: Der Bärlauch schmeichelt seine Knobidüfte durch die Luft, die Vögel machen tatsächlich einen unglaublichen Radau, meine Lunge auch, aber es war so toll, dass ich überzeugt bin, dass meine Schweinehündin auch Spaß hatte. Vielleicht hat sie ja einen netten Kumpel unterwegs getroffen? Ich kann sie das nächste Mal bestimmt wieder überreden, mich laufen zu lassen. Für dieses Mal hätte mein Trainingszustand allerdings noch nicht für den Marathon auf Helgoland gereicht. Zwinkernd